02.01.2011 – Downtown Manhatten / Central Park / Metropolitan Museum

Ein weiterer Tag der Recht früh begann, da ich bereits um 10 Uhr in Downtown Manhatten am Treffpunkt zu meiner Stadtbesichtigung sein musste. Beim Warten hatte ich auch die Gelegenheit einen Waschechten New Yorker Obdachlosen kennen gelernt. Steven erzählte mir seine halbe Lebensgeschichte und ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, was seine genaue Intention war (dabei hatte er ein paar Damen Gummistiefel, die er gefunden hatte und unser Tourguide erlöste mich just in time 😉 ).

Es zeigte sich das ich Glück hatte – und das in mehrerer Hinsicht. Nicht nur das die Gruppe, die normalerweise teilweise bis zu 12 Personen umfassen kann, der Jahreszeit geschuldet mit mir nur 5 plus unserem Führer, Maurice, bestand, letzterer bewies ein ausgezeichnetes Händchen, uns Geschichten und Geschichte nahe zu bringen – der Vulkan vom Village sei nur als amüsantes Beispiel genannt.

Und endlich hab ich eine gute Anwendung eines iPads gesehen: Das hatte unserer Führer nämlich dabei und konnte an unzähligen Orten, die passenden Filmausschnitte, Musik oder auch historische Fotos quasi aus dem Hut zaubern. Unterhaltsame knappe 3,2 Stunden, die uns vom Village zur Wallstreet und Ground Zero oder von China Town nach Little Italy führten, vergingen im Fluge. Nachdem mir diese Tour empfohlen wurde, möchte ich diese Empfehlung klar weitergeben. Wenn ihr in New York seid, bucht Euch bei Real NewYork Tours ein. Zwar verzichtet man auf die Bequemlichkeit eines Busses, doch bekommt man so einen viel direkteren Einblick in die Stadt, bzw. ins Viertel. Unsere Tour endete in Little Italy in einer Bar, in der viele Filme und Serien gedreht wurden, des typischen Mafia Ambientes halber: Von „Donnie Brasco“ zu den „Sopranos“, bis sogar schon hin zum guten alten Kojak…entzückend!

=> WebTipp: Real NewYork Tours http://www.realnewyorktours.com/

Nach Empfehlung meines Tourguides verschob ich Liberty Island auf Montag früh – etwas knapp geplant, da es Montag Nachmittag auch schon wieder zurück ging. Stattdessen schob ich die überfällige Central Part Tour ein. Es begann am südöstlichen Zipfel, ich spazierte eine gute Stunde quer durch den Park, machte ein gutes Duzend schöner Bilder und landete bei Straeberry Fields. Mein Tourguide erzählte mir, man habe Strawberry Fields deshalb zur Gedenkstädte für den erschossenen John Lennon gemacht, weil der Ort Tränenförmig ist – also quasi New York um den Verlust des Außnahmemusikers weint. Eine schöne Geschichte, wenn ich auch nicht weiß ob sie stimmt… mal nach meiner Rückkehr im Internet Recherchieren (oder auch nicht 😉 ).

Auf dem Weg nach Strawberry Fields führte mich mein Weg auch durch den Central Park Zoo, den ich aber nur streifte. Er ist recht übersichtlich und große Teile kann man auch von außen sehen. Der Eintritt lohnt also nicht wirklich.

Ansonsten sei aber noch erwähnt, dass der Central Park ringsum von alten, aber auch architektonisch schönen Gebäuden gesäumt ist. Da sind nicht nur tolle Fotomotive dabei, es macht auch Freude, sich einfach nur für ein paar Minuten auf eine Bank zu setzen und das ganze Szenario auf sich wirken zu lassen. Der Park sieht zwar im Winter recht kahl aus und man weiß jederzeit, dass man in einer Millionenstadt ist, jedoch ist die Länge wirklich beeindruckend, man kann hier Stundenlang spazieren, ohne im Kreis zu laufen.

In der östlichen Mitte des Parks findet sich das Metropolitan Museum oder kurz Met genannt. Schon von außen ist das Gebäude riesig und ein Puzzle aus unterschiedlichen Architekturstilen. Im Inneren gibt es dann auch für jeden etwas. Insgesamt 3 Mio. Exponate von den Römern, Griechen, dem Mittelalter und weitere Epochen wollen besichtigt werden. Am besten sollte man sich hier vorab informieren, bzw. einen Plan machen, was man sehen möchte, sonst ist man Tage beschäftigt – mir konnte eine Museumsangestellte ein paar gute Tipps geben (danke dafür!).

Allerdings erklärt sich dadurch auch der relativ hohe Eintrittspreis von 20$. Deutsche Audio Guides waren leider Fehlanzeige (davon gibt es wohl nur eine Hand voll), aber einen deutschen Wegplan habe ich an einem der zahllosen Infodesks gefunden. Besonders hat mir der Tempelnachbau im amerikanischen Flügel und die Lehmann Gemäldesammlung gefallen, wo es mir die amerikanischen Landschaften besonders angetan haben.

Nachdem es bereits dunkel geworden war schlenderte ich die 5th Avenue bis zur 59. Straße herunter, um dem stylischen, unterirdischen Apple Store einen Besuch abzustatten. Faszinierend, wenn man mit Kreditkarte zahlt (genommen werden eigentlich alle gängigen) kann man bei fast jedem Verkäufer per Spezial iPhone bezahlen und bekommt den Beleg per E-Mail als PDF zugeschickt. Das ist wohl noch in der Erprobungsphase, den ansonsten ist der Laden voll und ziemlich unübersichtlich.

Gemütlich ging es dann wieder zurück und der Abend endete ruhig, der nächste Tag würde ja anstrengend werden.

Anmerkung:

 

Dies ist ein persönliches Tagebuch meiner ersten Reise zum größten Apfel der Welt. Ich beschreibe darin Erfahrungen, die ich gemacht habe, Dinge die ich gesehen habe und welche Tipps ich anderen geben würde. Es ist kein Ersatz für einen Städteführer noch eine Garantie für die Richtigkeit, jeder getroffenen Aussage. Vielmehr habe ich versucht, in lockerem Stil meine Sicht zu Papier – bzw. Bits und Bytes zu bringen. Wer einen informellen Artikel zum Thema New York lesen möchte, der sollte Googeln oder National Geographic lesen!