Das Ende einer Reise – Teil 4 – 16.04.2013 :: Der richtige Ton macht die Musik

Für mich ist beim schreiben die richtige Stimmung wichtig. Je besser ich mich in die jeweilige Szene hineinversetzen kann, desto besser kann ich sie am Ende schreiben. Dabei lasse ich mich sehr gerne von passender Musik inspirieren und wer „Another World“ kennt weiß, welche Rolle Musik in der Geschichte spielt. Lange bevor wir Skript und Sprechertechnisch auf dem richtigen Weg waren, hat die Musik auf ganzer Linie überzeugt. Ich muss mich an dieser Stelle sehr bei der Britin Helen Trevillion bedanken, die uns ihre Musik für die Illustrierung der anderen Welt zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn die Musik bereits vorher da war, passen einige Stücke als wären sie nur für unsere Geschichte geschrieben worden.

Wer erinnert sich am Ende von Episode 3 – die Szene nach dem Abspann, in der Betty auf eine eine Frau trifft, die sich als Ihre Schwester vorstellt. Es sei soviel verraten, dass es nicht ihre Schwester war, aber der Song „Sister“ stellt die perfekte Gefühlsbasis für diesen kleinen Baustein im großen Gefüge da – ja auch dieses kleine Rätsel wird beantwortet werden …

Oder in der Szene als Jim und die Crew am Ende von Folge 2 aus dem Shuttle steigen und sich Ihr Traum offenbart. „The Awakening“ sorgte – zumindest bei mir – für Gänsehaut und stellt den Übergang vom eher beklemmenden inneren des Shuttles in eine fremde und doch vertraute Welt da.

Besonders mag ich aber den Song „Heaven Hides“ der in Folge 1 einen sehr emotionalen Moment markiert und auch hier passen die Texte wie angegossen.

„[…]Heaven hides here
in broken promises
his mourning darkness
joy forgotten, direction lost
here in night’s last breath
Heaven lies flickering
between threads of sorrow[…]

Helen und Ihre Musik gefunden zu haben, war der große Glücksfall, sowohl für mich als Autor als Inspiration, als auch für die Produktion selbst. Ich kann Euch sehr Ihre Homepage empfehlen, wo Ihr alle Songs anhören könnt. Wenn Euch die Musik auch in Ihren Bann zieht, kauf Euch auf jeden Fall Ihr Album „Inside Myself“ auf dem auch viele Songs aus dem „Another World“-Soundtrack zu finden sind, neben vielen anderen schönen Songs!

Aber nicht nur Helen hat uns immens unterstützt, sondern auch unser langjähriger Weggefährte Markus Holler (ohne ihn wäre die Monolithszene in Folge 3 nicht halb so episch ausgefallen, aber noch viele andere) oder Stefan »Doc da Seltzam« Lübke (für die elektronischen Zwischentöne der andere Welt) – ein Stück aus Folge 2 steuerte auch Hartmut Breuer bei.

Musik ist ein mächtiges Werkzeug zum verstärken von Emotionen und Hörerbindung – für mich beim Schreiben auch unerlässlich. Für jede Folge hatte ich eine eigene Playlist, die meinige für Episode 5 veröffentliche ich demnächst hier…

Euer Falk