Innovative Ansätze im klassischen StoryTelling… 1001er Nacht bis Cloverfield

Hach so einen toll verqueren unsinnssatz wollte ich schon immer mal in einen Blog schreiben. Was allerdings stimmt ist, das ich einmal mehr über das Geschichtenerzählen philosophieren möchte, bzw. die Erfahrungen die ich sammeln konnte, während ich das Skript für ein Hörspielprojekt ausformuliert habe.

Es geht um Echtzeit-Elemente und ihren Einsatz im Hörspiel. Zusätzlich dazu habe ich in den letzten Tagen ein anderes Hörspiel namens “Mittschnitt” gehört und etwas analysiert.

Die größte Schwierigkeit, ein Tondokument “echt” klingen zu lassen, ist die Erzählform. Einerseits muss die Geschichte durch Dialoge und Geräusche erzählt werden. Da gibt es keinen Erzähler, der für den Hörer Hilfestellungen geben kann. Die Handung muss Abwechslungsreich genug und fesselnd sein, genug Fragen aufwerfen und genug beantworten… gerade die Ballance ist wichtig. Beim “Mittschnitt” (ich beziehe mich auf Folge 2 und 3) stimmen Produktion und Sprecher. Leider habe ich bei der Dramaturgie etwas vermisst.

Nehmen wir den Fall der Entführung. Da wird zuviel im Kreis geredet, von Anfang bis Ende. Ja er wars, nein er wars nicht, ja er wars… am Ende steht das Unvermeintliche, die Bestrafung.

Besser baut sich die Stalker Episode auf, wobei der Stoff etwa bei Minute 20 beginnt etwas dröge zu werden. Wenn ich bei einem Hörspiel das Bedürfnis entwickele vorzuspuhlen, dann läuft etwas falsch.

Klar schwingen da jetzt mein persönlicher Gusto mit, für mich hätten beide 60 Minuten Episoden gern nur 30 lang sein können und hätten mich besser unterhalten. So zieht es sich in der Mitte immer, während es sich um das unvermeitliche dreht…

Mein persönlicher Ansatz lag darin – ähnlich wie es Filme wie Cloverfield vorgemacht haben – viel Action einzusetzen, um den Zuhörer lange bei der Stange zu halten. Wenn er dann denkt in einem reinen Action Vehikel zu sitzen, tröpfelt langsam die Story ein, die in einem – wie ich meine – nicht vorhersehbaren Ende gipfelt.

Auch müssen die beiden Kontrahenten – denn so ein Echtzeithörspiel ist oft ein Dialog – gegenseitig eine Reise machen, der eine um den Sinn seiner Mission zu erkennen, der andere seinen größten Fehler.

Ist das die bessere Kombination? Wir werden es wohl diesen Sommer erleben ^^

In diesem Sinne,

Euer Falk