[Review] Equilibrium

Kino
Falk T. Puschmann

Equilibrium

Regie: Kurt Wimmer
Musik: Klaus Badelt

Christian Bale – Preston
Sean Bean – Partrigde
Taye Digs – Brent
Emily Watson – Mary O’Brien

Kurzinhalt
Frieden herrscht auf der Erde. Mittels einer Droge hat sich die Menschheit aller Gefühle entledigt. Verboten sind auch alle Dinge, mit denen Menschen Emotionen verbinden: also Kunst Kultur, ja sogar Haustiere sind illegal. Gehalten wird der Frieden in der Stadt Libria durch ein brutales Totalitäres Regime in Gestalt von – der große Bruder lässt Grüßen – Vater. Und jeder Verstoß gegen die Regeln wird mit dem Tod entweder durch Verbrennung oder Exekution eines so genannten Gamatron-Kleriker geahndet.

Einer dieser Kleriker ist John Preston, ein eiskalter Killer, der ohne das ein Puls auch nur um einen Herzschlag ansteigt, ganze Horden von Gefühlsverbrechern ausschalten kann. Eine spezielle Technik, eine Mischung aus Pistolenkampf und Karate macht es möglich.

„Ich, der ich Arm bin, habe nur meine Träume. Die Träume breite ich aus unter Deinen Füßen. Tritt leicht darauf, denn Du trittst auf meine Träume.“

liest Prestons Partner Partridge aus einem Buch von Yates vor und das wird das letzte sein, dass er tun wird, den auch er hat sich als Gefühlsverbrecher schuldig gemacht. Als Wenig später aufgrund einer aneinander Reihung widriger Umstände verpasst auch Preston eine Drogen-Dosis und kurz darauf beginnt auch er zu fühlen. Und es passiert, was nicht passieren darf. Preston unterschlägt Beweismaterial, sammelt Krimskrams und rettet ein Hundebaby vor der Exekution. Das sein verhalten nicht lange unbeachtet bleibt ist klar. Schnell ist der aufstrebende Nachwuchs Kleriker Brent auf seiner Fährte. Doch bis zum Aktion geladenen Showdown, in dem auch Katanas zu Einsatz kommen, ist es noch ein weiter Weg.

Kritik
Viele haben ihn gewagt, den Blick in die Vermeidlich perfekte Zukunft. Darunter Ray Bradbury, George Orwell und jetzt Kurt Wimmer. Equilibrium heißt sein Streifen, der leider ein tristes Dasein in Videotheken fristet.

Die Story ist zwar keine Offenbahrung, man bediente sich einmal wieder einer Reihe bekannter Storyversatzstücke, ist aber ansonsten eine solide Sache. Die Stärke des Films liegt aber in seiner gelungenen Düsteren Atmosphäre und den sehr stilistisch Choreographierten Kampfszenen in denen – der fairen Warnung halber – sehr verschwenderisch mit menschlichem Leben umgegangen wird. Dennoch hält der Film FSK 16-Niveau.

Die Besetzung ist für ein B-Movie ziemlich gut. Inder ersten Reihe dürfen wir Christian „American Psycho“ Bale begrüßen den man derzeit im Kino als neuen Batman bewundern kann. Er spielt den Super-Trooper John Preston.

Als sein ehemaliger Partner Partridge steigt „Herr der Ringe“ Veteran Sean „Boromir“ Bean in den Ring, der leider schon recht bald das zeitliche Segnet.

Auch dabei: Sean „Event Horizon“ Pertwee, als alles sehender großer Bruder, äh Vater, und Emily „Gosford Park“ Watson als Rebellin Mary O’Brien.

Und auch Deutschland ist im Cast vertreten! Und ja er ist es wirklich, der Bennie aus der Lindenstraße, alias Christian Kamann, darf auch kurz durchs Bildwackeln und einen kurzen Satz sagen.

Fazit
Was bleibt sind kurzweilige, unterhaltende 109 Minuten, die das Genre nicht neu erfinden, aber – Matrix lässt grüßen – actionreiche, philosophisch angehauchte Abendunterhaltung liefern.

In diesem Sinne: Be Vigiland ‚cause big brother ist watching you!

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